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1. Vorträge
Häufig sind es Leiderfahrungen, die uns am
Leben (ver-)zweifeln lassen, weil sie unseren Anspruch auf
Glück und Wohlergehen frustrieren. Wir meinen dann oft, auf
der Schattenseite des Lebens zu stehen. Es kann aber auch
anders sein. Häufig liegt gerade in den negativen Erfahrungen
des Lebens der Keim zu
einem veränderten Selbstverständnis und einem neuen kreativen
Aufbruch.
Oft geben wir uns mit dem zufrieden, was wir
sind und in unserem Leben bewirken. „So bin ich nun mal“,
sagen wir dann und halten die Konturen unseres Selbstbildes
für der Weisheit letzten Schluss. Dabei übersehen wir, dass es
jenseits unserer Grenzen noch weiter geht. Im Betreten des
persönlichen Neulands liegt oft der Schlüssel für bereichernde
Lebensperspektiven.
Eigentlich ist das Öffnen der Hand mit weniger
Kraftanstrengung verbunden als die Schließung. Dennoch halten
wir Menschen die Dinge unseres Lebens lieber fest als sie
loszulassen. Damit widersetzen wir uns jedoch einem der
wichtigsten Lebensprinzipien – dem Fluss, der Bewegung. Wie
kann es gelingen, Sicherheit und Identität im eigenen Leben zu
erfahren, ohne auf stützende Äußerlichkeiten zurückzugreifen?
Dies ist eine der ältesten Fragen der
Menschheit. Und immer noch ist sie hochaktuell, weil stets
ungewiss und umstritten. Wohl gibt es eine Antwort, doch muss
sie von jedem einzelnen höchstpersönlich gefunden werden. Der
Sinn des Lebens ist immer eine persönliche Entdeckung, die
nicht von außen vorgegeben werden kann. Es gibt jedoch in
allen Kulturen Wegweiser, die eine bestimmte Richtung
vorgeben.
2.
Seminare
Im Zuge unserer Entwicklung haben wir gelernt,
uns nach äußeren Vorgaben zu richten. Wir vertrauen dem, was
andere sagen und richten uns an gesellschaftlichen Traditionen
und Weltanschauungen aus. Dabei verlieren wir häufig den
Kontakt zu unserer ganz persönlichen Wahrheit. Gerade hier
jedoch, in unserer eigenen Mitte, entspringt der Fluss des
Lebens. Es lohnt sich deshalb, ihr nachzuspüren.
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Finde Deinen Weg
In einer Zeit, in der
gesellschaftliche Normen
immer weniger verbindlich werden, ist der Einzelne stark auf
sich selbst verwiesen, wenn es um den Aufbau einer
ganzheitlichen Identität geht. Was macht sinnvolles Leben aus?
Was gehört dazu? Wie kann man seinen eigenen Lebenssinn
entdecken und fördern bei gleichzeitigem Zugeständnis an die
ganz anderen Lebensentwürfe unserer Mitmenschen?
Mit dem Verlust von
gesellschaftlichen Sinnvorgaben (Tugenden, kirchliche Moral)
hat sich ein Vakuum gebildet, das von
materialistisch-technologischen Alternativen (Erfolg, Genuss)
nur schwer ausgeglichen werden kann. Dies wirft die Frage auf:
Ist Spiritualität wirklich eine abgedroschene Vokabel, oder
steckt vielleicht doch mehr dahinter als bisher vermutet
wurde?
Wir bleiben im Leben in vielen
Bereichen häufig an Oberflächlichem haften. Damit verkürzen
wir unsere Sicht der Dinge jedoch zum Teil sehr massiv. Hinter
dem Vordergründigen verbergen sich gewöhnlich noch viele
unbekannte, aber faszinierende Facetten. Es ist wie mit dem
Eisberg, der auch nur einen kleinen Teil seiner Pracht offen
legt. Erst die vertiefte Wahrnehmung führt zu einem
ganzheitlichen Verständnis.
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